Was wir anziehen: Das Wesen Jesu als Maßstab
Im Zentrum des Gottesdienstes stand das Bibelwort aus Kolosser 3, 12. Anknüpfend an einen Impuls des Stammapostels aus Angola machte Älteste Mallek deutlich: Gottesdienst ist nicht nur ein Ort des Wohlfühlens, sondern ein Raum, um zu lernen und Verhaltensweisen zu verändern. Paulus forderte vor rund 2000 Jahren die Gemeinde in der damaligen Modestadt Kolossä auf, die „alten Glieder zu abzulegen“ – sprich, den eigenen Kleiderschrank geistlich auszumisten.
Gott stellt uns durch den Heiligen Geist edle, neue Gewänder bereit, die uns vor der Kälte der Welt schützen und als Christen prägen:
Das erste Kleid - Herzliches Erbarmen: Mitgefühl, Herzlichkeit und das stille Dasein durch einen leisen Händedruck – nicht nur in der Gemeinde, sondern weltweit.
Das zweite Kleid - Freundlichkeit: Jedem Menschen gütig zu begegnen und auch jene, die sonst am Rand stehen, aktiv in die Mitte der Gemeinschaft zu holen.
Das dritte Kleid - Demut: Das Bewusstsein, sich nicht über andere zu heben, ganz nach dem Vorbild Jesu.
Das vierte Kleid - Sanftmut: Ein Gewand in Größe „XXXXL“, in das wir noch hineinwachsen dürfen – vergebend zu handeln, selbst wenn man verletzt wurde.
Das fünfte Kleid - Geduld: So wie Jesus Geduld mit dem unvollkommenen Petrus hatte, dürfen auch wir miteinander geduldig sein.
Priester Sieb ergänzte in seinem Mitdienen, dass diese Kleider, wie die Gewänder von Königskindern sind: Sie zeigen unseren besonderen Stand als Christen und schützen uns vor den rauen Einflüssen der Umwelt.
Liebe in Kartons verpackt: „Weihnachten im Schuhkarton“
Im Anschluss an den Gottesdienst stellte Yvonne Krause aus der Gemeinde Fürstenwalde die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ (Samaritan’s Purse) vor. Unter dem Motto „Wir gehen hin, wo sonst keiner hingeht“ berichtete sie spürbar begeistert von ihren persönlichen Erfahrungen in Nordmazedonien. Ein berührender Film über einen Jungen aus der Slowakei verdeutlichte, wie ein einfacher Schuhkarton zusammen mit einer Einladung zum Glaubenskurs das Leben eines Kindes verändern kann.
Gemeinschaft erleben und genießen
Nach dem Gottesdienst ging das Fest auf dem gesamten Kirchengelände in ein buntes Beisammensein über: Gemeinsam tauchten wir in die Geschichten unserer Gemeinden ein, unsere historischen Gemeindechroniken konnten bestaunt werden und ein Bilderrätsel mit Kinderfotos von Geschwistern sorgte für Rätselspaß und Freude.
Der Kirchenraum wurde zum „Raum der Andacht“ umgestaltet, während ein Aktionsstand im Foyer weitere Einblicke in „Weihnachten im Schuhkarton“ bot.
Für die Kinder gab es im Außenbereich ein vielfältiges Spielangebot. Ein gemeinsames Mittagessen sowie Kaffee und Kuchen am Nachmittag rundeten den gelungenen Tag ab.
Ein herzliches Dankeschön gilt allen Helferinnen und Helfern, die dieses Fest zu einem Ort der Ermutigung und Freude gemacht haben!
Neuapostolische Kirche