Impuls zum Muttertag: Erinnerungen, die tragen – Glauben, der nach vorn führt

In der Bibel finden wir das Bild von der neuen Stadt Jerusalem. Diese Stadt ist erfüllt von der Herrlichkeit Gottes. Gott ist wie ein Licht in der Mitte. Diese Hingabe überstrahlt alles, sodass die Stadt keine Sonne mehr braucht. Hier liegt der Vergleich mit Mütterlichkeit nahe. Die Bereitschaft einer Mutter, den Kindern ihre ganze Liebe zu schenken, hält eine Familie nicht nur zusammen, sondern erfüllt sie auch mit Glanz. Die Liebe ist wirklich die Mitte jeder Gemeinschaft. Das ist etwas, worauf die Mütter achten.  

Glaubt man der Werbung, sollten wir am Muttertag unserer Mama möglichst etwas Schönes schenken. Quer durch alle Branchen lassen sich gewiss nette Geschenke für Mütter finden. Selbst für kleine Budgets lassen sich süsse, blumige, kitschige, praktische und unpraktische Geschenke finden. Aber werden wir damit den Müttern wirklich gerecht? Besser wäre es, die echten Wünsche der Mütter zu erspüren und ihnen unabhängig vom Muttertag Gutes tun.

Jesus kann nicht immer bei seinen Jüngern bleiben. Deswegen sendet er ihnen einen Stellvertreter, den Heiligen Geist, der sie an alles erinnert, was er ihnen gesagt hat.

Auch Mütter können nicht auf ewig bei ihren Kindern bleiben. Sie müssen sie in die Selbständigkeit entlassen. Aber die Liebe, die sie ihren Kindern gegeben haben, ist ein bleibender Beistand für ihr ganzes Leben. Und darauf darf ein Kind gern zurückschauen.

Im heutigen Textwort aus Philiper 3, 13 und 14 heißt es: "Meine Brüder und Schwestern, ich schätze mich selbst nicht so ein, dass ich’s ergriffen habe. Eins aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke mich aus nach dem, was da vorne ist, und jage nach dem vorgesteckten Ziel, dem Siegespreis der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus."

Der Blick zurück ist dabei ja nicht grundsätzlich etwas Schlechtes – schöne Erinnerungen dürfen uns begleiten und erfreuen. Wichtig ist jedoch, dass Vergangenes nicht unser Leben bestimmt oder uns vom Wesentlichen abhält.

Habt euer Ziel vor Augen, schaut nach vorn und lasst euch nicht entmutigen oder ablenken. Kleine Etappenziele können helfen, den Weg bewusst zu gehen. Und vor allem: Seid dankbar für die Gnade, an diesem „Wettlauf“ des Lebens und Glaubens teilnehmen zu dürfen.

Passend dazu hat man sich heute vor dem Gottesdienst – ganz unabhängig vom Predigtthema – gemeinsam an alten Erinnerungen erfreut (siehe Bild). So wirkt eben Geist Gottes.

 

Das bekannte Lied "Mütterlein" bildete heute ein Teil der Gedanken zum Gottesdienst am Muttertag:

1. Das schönste Lied auf Erden bleibt mir mein Leben lang, das Lied das meine Mutter in meiner Jugend sang! Ich hör' noch ihre Stimme und jedes liebe Wort, das Lied Klingt mir noch heute in meinem Herze fort!

Refrain: Mein Mütterlein, mein Mütterlein, ich hör' das Lied und denke dein! Kein Gold und auch kein Edelstein ersetzt mein liebes Mütterlein!

2. Die Mutter ist gegangen, schon Jahre ist es her; das Lied ist mir geblieben, ich lieb' es immer mehr! Die Welt mag sich verändern, doch Mutterliebe nicht, weil aus dem kleinsten Lieben die große Liebe spricht!

Refrain: Mein Mütterlein, mein Mütterlein, ich hör' das Lied und denke dein! Kein Gold und auch kein Edelstein ersetzt mein liebes Mütterlein!

3. Sie sang vom treuen Heiland, der für uns gab sein Blut. Die Mutter sagte öfters: "Es floß auch dir zugut!" Ich danke Dir, Herr Jesus, für meine Eltern hier, und hilf mir, treu zu bleiben für immer, Heiland, Dir!

Refrain: Mein Mütterlein, mein Mütterlein, ich hör' das Lied und denke dein! Kein Gold und auch kein Edelstein ersetzt mein liebes Mütterlein!

Satz: J. Neufeld